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Eine "beispiellose Überraschung" ist Wissenschaftlern nun auf den Philippinen gelungen. Dort hat ein internationales Forscherteam einen bislang unbekannten Riesenwaran entdeckt. Bis zu zwei Meter lang werden die Echsen mit dem wissenschaftlichen Namen Varanus bitatawa.
(...)
Die neu entdeckte Echse gehört zur selben Familie wie der Komodowaran, die größte Echse der Welt. Drei große unbewaldete Flusstäler trennen ihren Lebensraum auf der Insel Luzón von dem ihres nahen Verwandten, des Grays-Warans. Vermutlich habe diese Isolation dazu geführt, dass sich aus einem gemeinsamen Vorfahren zwei unterschiedliche Arten entwickelten, berichteten die Wissenschaftler um Luke Welton und Rafe Brown von der Universität von Kansas im Fachmagazin "Biology Letters" der britischen Royal Society.
Der Vegetarier unter den Waranen
Bereits im Juni 2009 entdeckten Wissenschaftler in einem Flussbett im Norden der Insel Luzón einen von einem Jäger erlegten männlichen Waran, der sich deutlich von den bekannten Grays-Waranen unterschied: Das Tier hatte eine auffällige schwarz und goldgelb gefleckte Rückenzeichnung. Die Wissenschaftler analysierten daher das Erbgut der neu entdeckten Echse und fanden heraus, dass die DNA stark von der DNA der bisher bekannten Echsen abwich. Sie gaben dem Waran den Namen Varanus bitatawa. Bitatawa nennen ihn bereits die Ureinwohnern der Insel, denen das Tier seit langem bekannt ist.
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »corvus corone corone« (8. April 2010, 13:10)
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Bitatawa nennen ihn bereits die Ureinwohnern der Insel, denen das Tier seit langem bekannt ist.
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Schon kurios, daß zwei-Meter-große Tiere, die nur drei Flußtäler von ihren bekannten Verwandten existieren, jetzt erst entdeckt worden sind.
Das hört man bei fast allen Kryptoiden: den Ureinwohnern ist das Wesen schon lange bekannt.
Kann einem das jetzt Hoffnung machen, daß wir vielleicht doch noch einen "Hammer" präsentiert bekommen?
Stimmt! Neue Tierarten werden laufend entdeckt, von dieser Größe zwar seltener, aber wenn, dann meist in kleineren Populationen irgendwo in kleinen isolierten Biotopen...
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Die Hoffnung kann man doch immer haben. Leider weiß man nicht so genau wo in solchen Legenden, Sagen und Überlieferungen von Ureinwohnern die wahre Überlieferung aufhört und die Fiktion und übertreibung anfängt.
Ethnozoologie spielt eine interessante und durchaus wichtige Rolle in der Kryptozoologie. So bezeichnet zum Beispiel der Begriff "Kryptid" letztlich eine ethnozoologische Entität und die Ethnozoologie kann bei der Suche nach neuen Tieren ein wichtiger Faktor sein, der im Rahmen der kryptozoologischen Methodik zur Anwendung kommen kann. In gewisser Weise war dieser Waran eine Zeit lang wohl sogar mal ein Kryptid, denn: Biologen sahen laut einem Bericht von Reuters erste Fotografien der Tiere im Jahr 2001 als einheimische Jäger die Warane als Beute mit sich trugen. In den darauf folgenden Jahren so Brown, hörten Ethnobiologen Berichte "über diese zwei Arten von Echsen die jeder gerne isst weil ihr Fleisch besser schmeckt als das derjenigen die auf dem Boden leben.: diese Art wurde beschrieben als größer und mehr hell gefärbt." Die zwei Arten von Echsen, die die Einheimischen beschrieben seien jedoch nur ein und dasselbe Tier. Erst 2009 fand man Spuren der Anwesenheit der Warane und nachdem Jäger vom Interesse der Biologen hörten, brachte man ihnen ein männliches Exemplar ins Camp... (Kryptozoologie-Umschau 44 , Kryptozoologie-Online)Das hört man bei fast allen Kryptoiden: den Ureinwohnern ist das Wesen schon lange bekannt.